Benzol - der unsichtbare Killer

Sie werden um ihre Gesundheit betrogen, ihre Entschädigung und letztlich um ihr Leben. Das giftige Lösungsmittel Benzol zerstört jedes Jahr das Leben Tausender Arbeiterinnen und Arbeitern, die für Apple, Samsung und Co. die Touchscreens unserer künftigen Smartphones reinigen. Zeit, endlich zu handeln.  

Benzol ist hochgradig krebserregend und deswegen in vielen Industriestaaten seit langem verboten. Nicht so in China, wo jährlich Zehntausende Arbeiterinnen und Arbeiter mit Benzol vergiftet werden und in der Folge an Leukämie erkranken. Die meisten warten jahrelang vergeblich auf eine angemessene Entschädigung.

Und wenn es zuletzt nicht die Krankheit ist, die sie in den Tod treibt, dann die Verzweiflung, nur noch eine Last zu sein für die eigene Familie. Erfahren Sie mehr und hören sie die Stimmen von Benzol-Geschädigten, Menschenrechtlern und Juristen. 

Eine Verantwortung für diese unwürdigen Bedingungen tragen sämtliche Mitglieder der Handelskette – von der Markenfirma über die Produzenten bis zum Endkonsumenten. Auf dieser Seite finden Sie deshalb auch verschiedene Möglichkeiten, sich zu engagieren.

Ming Benzol

Papiermaske und Handschuhe. Das war alles, was der 26-jährige Ming Kunpeng erhielt, um sich am Arbeitsplatz zu schützen. Heute ist er tot. Benzol hat sein Leben zerstört. 

Lesen Sie hier seine Geschichte »

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Wer bezahlt den Preis? Ein Dokumentarfilm berichtet über die schockierenden Lebensrealitäten der Angestellten in chinesischen IT-Fabriken.

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Ausfüllen der Krankenakte eines Benzolpatienten

«Wenn du Leukämie hast, heisst es dann, es sei Tuberkulose», sagt eine Professorin für Arbeitsrecht in China. Konzerne versuchen, sich aus der Verantwortung zu ziehen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen verweigern.

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Chen Qiaqian

Seit Chen Qiaqian Leukämie hat, ist sie arbeitsunfähig und auf das Geld von Familie und Freunden angewiesen. Dabei war sie es, die ihre Familie unterstützen wollte und deshalb bei einer grossen IT-Firma zu arbeiten begann.

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Benzol tötet. Langsam und unsichtbar.

 

Auch die Schweiz trägt Mitverantwortung

Benzol ist hochgefährlich und krebserregend. Die Verwendung von Benzol für industrielle Zwecke ist in der Schweiz seit 1975 verboten. Nicht so in anderen Ländern wie China. Dort werden täglich Tausende von Produkten hergestellt – auch für unseren Alltag.

Als Teil dieser Lieferkette tragen deshalb auch Schweizer Mobiltelefonanbieter eine Mitverantwortung. Auch sie können sich für faire soziale und ökologische Bedingungen in der Elektronikproduktion einsetzen. Doch tun die Anbieter bis jetzt etwas gegen diese Misstände? Wenn ja, was? Und was hat es mit diesem Benzol überhaupt auf sich?

Die Verantwortung von Mobiltelefonverkäufern in der Schweiz

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Fastenopfer und Brot für alle haben untersucht, inwiefern die vier grossen Mobiltelefonanbieter Swisscom, Sunrise und Salt sowie Mobilezone ihre soziale Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) wahrnehmen. Lesen Sie hier unsere Forderungen an die Anbieter – und deren Reaktion »

 

Was ist Benzol?

Benzol

Benzol ist in der Elektronikindustrie weit verbreitet. Es wird hauptsächlich für die Endreinigung eingesetzt. Mit oft tödlichen Folgen für die Arbeiterinnen und Arbeiter. Das einst als «subtiles und liebliches Oleum» bezeichnete Benzol wird mittlerweile für den Tod von Tausenden von Menschen verantwortlich gemacht. Erfahren Sie mehr »

 

Das können Sie tun

Jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen, dass die Arbeitsbedingungen in den Elektronikfirmen besser werden. Unsere Lösungsansätze zeigen, dass es auch anders geht. Engagieren Sie sich mit uns!

Was Sie tun können »

Heather White, Regisseurin des Films «Who pays the price» und Expertin für soziale Unternehmensveantwortung

«Als Konsumenten haben wir mehr Macht, als wir denken. Nutzen wir sie, um Dinge zum Besseren zu verändern!»

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