Ökumenische Kampagne 2020

Das heilige Maiskorn der Maya

 

Aus Saatgut wächst der Weizen für unser Brot, keimt unser Gemüse, und auch der Apfelbaum, von dem unsere Äpfel kommen, erwächst aus einem einzigen Samen. Auch für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern hat Saatgut eine existentielle Bedeutung.

Darüber berichtet im Gottesdienst Frau Juana Vàsquez Arcon aus Guatemala. Sie ist eine „Ajq’ij“, eine spirituelle Führungsperson der Maya, der indigenen Bevölkerung von Guatemala. Für die Maya ist das Maiskorn ein Symbol für das ganze Leben. Die Maya werden auch als „Maismenschen“ bezeichnet, denn nach der Schöpfungsgeschichte der Maya ist der Mensch aus Mais erschaffen. Saatgut kommt aus der Mutter Erde und wird mit dem Wissen, das über Generationen weitergegeben wird, in die Erde gesät.

Der abwechslungsreiche Gottesdienst wird von einem ökumenischen Team mit Tamara Hari, Andreas Möri, Michele Salvatore, Christine Wittkowski mit Firmlingen und Präparanden gestaltet und ist Teil der Kampagne von Brot für alle und Fastenopfer. An der Orgel spielt Tiziana Fanelli. Für den Apéro produzieren die Jugendlichen Popcorn.

Weltweit werden über 70 Prozent der Nahrungsmittel von kleinbäuerlichen Betrieben produziert. Durch internationale Abkommen wird den Bäuerinnen und Bäuerinnen zunehmend die Kontrolle über das Saatgut entzogen. Die von der Agrarindustrie gezüchteten Sorten dürfen nicht getauscht oder verkauft werden; auch der Wiederanbau auf dem eigenen Hof ist eingeschränkt. Diese Einschränkungen untergraben laut kirchlichen Hilfswerken das Recht auf Nahrung.

Anschliessend Apéro
Kollekte: Brot für alle

Wann ?

Sonntag, 22. März 2020

10:00 Uhr

Wo?

Zwinglihaus, Gundeldingerstrasse 370, 4053 Basel