
Hungertuch: Was uns trägt
Das neue Hungertuch lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Verbindung von Mensch, Boden und Nahrung.
Es lädt dazu ein, die Erde nicht länger nur als Ressource zu betrachten, sondern als lebensnotwendige Grundlage, die uns alle trägt – und die wir deshalb mit Verantwortung, Respekt und Liebe teilen und für kommende Generationen bewahren müssen.
Für die junge Künstlerin Alessandra Jenni ist die Hand im Zentrum des Hungertuchs der Schlüssel zum Verständnis ihres Werks: «Wie wir mit dem Thema Hunger umgehen, liegt in unserer Hand. Es ist unsere Verantwortung.» Wer genauer hinsieht, entdeckt die steinartige Struktur dieser Hand. Steht sie etwa für die uralte Mutter Erde, die uns seit je trägt?
Weitere Bildelemente wie das markante Wurzelwerk, Stadt- und Landleben sowie Sonne und Mond machen deutlich, dass auf unserer Erde nichts für sich allein existiert. Dennoch verzichtet Alessandra bewusst darauf, die einzelnen Symbole zu erklären. «Jede und jeder soll eigene Verbindungen zu diesem Hungertuch finden», sagt sie. Das Werk soll nicht nur auf den ersten Blick wirken, sondern dazu einladen, länger darin zu verweilen. «Ich hoffe, dass man immer wieder ein neues Detail entdeckt und dadurch mit anderen ins Gespräch kommt.»
Durch ihre Arbeit will die Künstlerin Menschen zum Nachdenken anregen. «Ich wünsche mir, dass wir uns wieder bewusst machen, woher wir kommen, was wir zum Leben brauchen und für die Zukunft schützen sollten.
Zur Künstlerin
Alessandra Jenni (26) aus Ballwil/Luzern gründete nach dem erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudiums Visual Communication in Graphic Design an der HSLU das Studio Miro, wo sie als Grafikerin und Fotografin arbeitet. Aus ihrer Faszination für Tier und Umwelt entstand 2025 ausserdem das VierWald Kollektiv: Kreative und Fachpersonen machen mit Bildern, Wissen und Engagement Natur sichtbar. www.vierwaldkollektiv.ch