Kampagnengäste

Jedes Jahr während der Ökumenischen Kampagne legen Menschen aus dem Süden Zeugnis ab von ihren Erfahrungen. Sie stehen während der Kampagnenzeit zur Verfügung, um über ihre Erfahrungen mit der Kampagnenproblematik zu erzählen, sei es bei Pfarreien, Kirchgemeinden oder in Schulen.

 

Mercia Andrews

Mercia Andrews, Südafrika

Die Aktivistin ist auf einer Früchteplantage am Western Kap als Kind von Landarbeitenden aufgewachsen. Aufgrund Zwangsumsiedlungen während der Apartheid kommt sie nach Kapstadt und arbeitet einige Jahre als Lehrerin. Seit vielen Jahren ist sie Co-Direktorin des Trust for Community Outreach and Education (TCOE), eines Zusammenschlusses für Öffentlichkeitsarbeit und Bildung. Dort leitet sie ein Netzwerk von Bäuerinnenvereinigungen, welches Ernährung, Nachhaltigkeit, Klima und Wirtschaftskrise analysiert. Das Netzwerk ist in Südafrika, Mosambik, Lesotho, Malawi, Sambia, Simbabwe, Swasiland, Namibia, Botswana und Namibia tätig: «Wir sind die Hüterinnen des Landes, des Lebens und des Saatguts.» Das Netzwerk lobbyiert für den Schutz des bäuerlichen Saatguts, alternative Landwirtschaftsmodelle, Biodiversität und Klimagerechtigkeit. Andrews kommt als Gast von Fastenopfer.

Einsatzzeit: 29. Februar – 15. März 2020
Sprache: Englisch (Übersetzung gewährleistet)
Einsatzmöglichkeiten: Pfarreien und Kirchgemeinden, Schulen
Kosten: Ab Fr. 300.-, je nach Art des Einsatzes
Kontakt: Daniel Wiederkehr, 041 227 59 48,

Juana Velsasquez

Juana Vásquez Arcon, Guatemala

«Saatgut ist Leben. Das Saatgut, das wir von unseren Vorfahren und Vorfahrinnen erhalten und weiterentwickelt haben, ist in einem umfassenden und tiefen Sinn nahrhaft. Es kommt aus der Mutter Erde und wird in diese Erde mit unserem Wissen und mit Ehrfurcht gesät. Die Früchte daraus ernähren nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch die Erde und alle Elemente der Natur.»
Juana Vásquez Arcon engagiert sich als regionale Koordinatorin von Komon Ajq’ijab und ist selber «Ajq’ij», spirituelle Führungsperson der Maya, der indigenen Bevölkerung von Guatemala. Komon Ajq’ijab arbeitet als Teil des ökumenischen Landprogramms für den Schutz des eigenen Saatguts und der Medizinalpflanzen. Ein zentraler Teil ist aufgrund der Maya-Kosmologie aber auch die eigene Verbindung mit der Mutter Erde. Aus ihr gehen die Gemeinschaften mit einer gestärkten Identität hervor. Juana Vásquez Arcon ist als Gast von Brot für alle in der Schweiz.

Einsatzzeit: 13. bis 30. März 2020
Sprache: Spanisch (Übersetzung gewährleistet)
Einsatzmöglichkeiten: Kirchgemeinden und Pfarreien, Schulen
Kosten: Ab Fr. 300.-, je nach Art des Einsatzes
Kontakt: Stephan Tschirren, 031 380 65 95,