Kampagnengäste

Jedes Jahr während der Ökumenischen Kampagne legen Menschen aus dem Süden Zeugnis ab von ihren Erfahrungen. Sie stehen während der Kampagnenzeit zur Verfügung, um über ihre Erfahrungen mit der Kampagnenproblematik zu erzählen, sei es bei Pfarreien, Kirchgemeinden oder in Schulen.

Bilder der Kampagnengäste finden Sie auf der Seite „Bilder zum Herunterladen“.

Wegen der Corona-Krise mussten wir den Besuch von Doña Juana Vasquez Arcon aus Guatemala absagen. Mercia Andrews, unser Gast aus Südafrika, reiste früher heim. 

Gerne möchten wir Ihnen hier aber einige Film-Angebote machen, die Sie nützen können – auf Ihrer Webseite, in Ihrem Verteiler und weiteren digitalen Kanälen und hoffen, auch so etwas vom deren Fachwissen, Engagement und Esprit zu Ihnen zu bringen.  

Mercia Andrews

Mercia Andrews, Südafrika

Die Aktivistin ist auf einer Früchteplantage am Western Kap als Kind von Landarbeitenden aufgewachsen. Aufgrund Zwangsumsiedlungen während der Apartheid kommt sie nach Kapstadt und arbeitet einige Jahre als Lehrerin. Seit vielen Jahren ist sie Co-Direktorin des Trust for Community Outreach and Education (TCOE), eines Zusammenschlusses für Öffentlichkeitsarbeit und Bildung. Dort leitet sie ein Netzwerk von Bäuerinnenvereinigungen, welches Ernährung, Nachhaltigkeit, Klima und Wirtschaftskrise analysiert. Das Netzwerk ist in Südafrika, Mosambik, Lesotho, Malawi, Sambia, Simbabwe, Swasiland, Namibia, Botswana und Namibia tätig: «Wir sind die Hüterinnen des Landes, des Lebens und des Saatguts.» Das Netzwerk lobbyiert für den Schutz des bäuerlichen Saatguts, alternative Landwirtschaftsmodelle, Biodiversität und Klimagerechtigkeit. Andrews kam als Gast von Fastenopfer.

Andrews hat vor ihrer Heimreise ihren Bekannten, Jules Rampini, auf seinem Hof getroffen. In vielen sind sich der Biobauer aus Luthern (LU) und die Aktivistin aus Südafrika einig. Sehen Sie sich hier den Kurzfilm «Auch wir sind Saatgut» an. 

Im Büro Fastenopfer in Luzern hat Andrews eingehender von ihrer Arbeit mit dem Bäuerinnennetzwerk „Rural Women’s Assembly“ erzählt. Auch diese rund 30-minütige Präsentation (Englisch) wollen wir Ihnen zeigen. 

Falls Sie sich die Arbeit von Mercia Andrews und ihren Kolleginnen bildhafter vorstellen wollen: Unter dem Titel «Traditionell ist nur das Saatgut» finden Sie unsere Webdokumentation in Bild, Ton, Film und Text.

Juana Vásquez

Juana Vásquez Arcon, Guatemala

«Saatgut ist Leben. Das Saatgut, das wir von unseren Vorfahren und Vorfahrinnen erhalten und weiterentwickelt haben, ist in einem umfassenden und tiefen Sinn nahrhaft. Es kommt aus der Mutter Erde und wird in diese Erde mit unserem Wissen und mit Ehrfurcht gesät. Die Früchte daraus ernähren nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch die Erde und alle Elemente der Natur.»
Juana Vásquez Arcon engagiert sich als regionale Koordinatorin von Komon Ajq’ijab und ist selber «Ajq’ij», spirituelle Führungsperson der Maya, der indigenen Bevölkerung von Guatemala. Komon Ajq’ijab arbeitet als Teil des ökumenischen Landprogramms für den Schutz des eigenen Saatguts und der Medizinalpflanzen. Ein zentraler Teil ist aufgrund der Maya-Kosmologie aber auch die eigene Verbindung mit der Mutter Erde. Aus ihr gehen die Gemeinschaften mit einer gestärkten Identität hervor. Juana Vásquez Arcon wäre als Gast von Brot für alle in die Schweiz gekommen.