Unterrichtseinheiten und Bildungsangebote zur Ökumenischen Kampagne

Lernen

Die Unterlagen für die Kampagne 2022 werden in den kommenden Wochen hier ergänzt.

Unterlagen 2022

Zyklus 1 - Geist-Kraft (Unterstufe)

Energie treibt an. Sie gibt Handlungskraft. So kommen Sachen und Menschen in Bewegung. Da der Begriff «Energie» für Kinder im Zyklus 1 noch sehr abstrakt ist, arbeiten wir für die Unterrichtsvorschläge mehrheitlich mit dem Begriff «Kraft». Kraft ist physikalisch gesehen eine Methode der Energieanwendung. Als Antriebskraft ist sie in der materiellen Welt von grosser Bedeutung. Sie bringt Dinge und Prozesse und natürlich auch Menschen in Bewegung. Menschen leben aber auch über das Physische hinaus von einer Antriebskraft, die sie miteinander in Beziehung bringt, die sie nicht verzagen lässt, die sie neugierig und kreativ macht. Im christlichen Kontext sprechen wir von heiliger Geistkraft oder vom Heiligen Geist.

Die vorgeschlagenen Unterrichtsbausteine lassen sich frei kombinieren, ergänzen und verändern. Sie geben Material für mindestens 90 Min. Unterrichtszeit. Das Thema der Antriebskraft führt am Beispiel der Windkraft durch den Unterricht. Auf psychologischer Ebene geht es um das, was Menschen Kraft gibt zum Leben. Und von hier ist es nicht mehr weit zur spirituellen Ebene und der Geistkaft Gottes, die in der Bibel unter anderem im Bild des Windes beschrieben wird.

Zyklus 2 - Du und ich und die Energie (Mittelstufe)

Wer verantwortlich handeln will, muss die eigene Situation kennen und die damit verbundenen Zusammenhänge. Und sie oder er muss sich in andere hineinversetzen, um deren Situation und die damit verbundenen Zusammenhänge nachvollziehen zu können. Die folgenden Unterrichtsbausteine wollen dazu verhelfen, dass die SuS ihren Blick schärfen für Unterschiede und Gemeinsamkeiten von verschiedenen Kinderleben in der Schweiz und in Laos. Dabei entdecken sie ausserdem, wie sich Energiebedarf hier wie dort durch den Alltag zieht – wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung.

Die Bausteine können unterschiedlich zusammengestellt und ihre Reihenfolge nach Belieben variiert werden. Der Lernweg vom Eigenen zum Anderen ist genauso gut möglich wie vom Anderen zum Eigenen. Im Lauf des Lernprozesses entsteht pro Gruppe ein Plakat, auf dem sich z. B. je ein Portrait aus Laos und aus der Schweiz befindet, sortierte Stichworte zum Energiebedarf, Informationen zur menschlichen Energiegewinnung durch Ernährung, Informationen zum Verbrauch von weiteren Energien durch Menschen in der Schweiz und in Laos. Je nach Ausführlichkeit der Bearbeitung bieten sie Lernmöglichkeiten für 90–120 Minuten. Materialien, Varianten und zusätzliche Ideen finden sich online unter sehen-und-handeln.ch/lernen

Letztlich geht es beim Thema Klimagerechtigkeit darum, die globalen Auswirkungen von lokalem Handeln zu erkennen und die Verbindung zwischen unserem Leben hier, dem Leben anderswo (z. B. in Laos) und dem globalen Klima – ein Anspruch, der weit über die Möglichkeiten hinausgeht, die 90 Minuten Unterricht bieten. So eignen sich die Bausteine auch als Einstieg in eine Unterrichtsreihe zum Thema «Klimawandel und nachhaltige Energien».

Zyklus 3 - Mein Energiehaushalt (Oberstufe)

Energie ist ein vielschichtiges Thema. Wir verbrauchen viel Energie, um unser Leben effizient, angenehm oder bequemer zu gestalten. Es ist nötig, dass wir uns über Nutzen und Schaden unserer Lebensweise Gedanken machen.

Mit den folgenden Unterrichtsbausteinen können die Lernenden untersuchen, wie Energie ihr Leben beeinflusst. Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen:

  • Auseinandersetzung mit dem eigenen Energieverbrauch: Nach einer Bestandsaufnahme der «Helferinnen» und «Helfer», die das Leben angenehmer machen, versuchen wir uns vorzustellen, wie sich unser Leben durch die Reduktion von energiebetriebenen Gegenständen verändern würde. Was würden wir verlieren? Was würden wir gewinnen? Was hinterlässt unser Leben für einen Fussabdruck?
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  • «Körperliche Energie»: Auch unser Körper verbraucht Energie, die wir ihm durch Nahrung zufügen müssen. Wir untersuchen verschiedene Nahrungsmittel auf ihren Energiegehalt und erstellen eine Liste, was am meisten Schritte braucht, um die gewonnene Energie abzubauen. Wir beobachten unseren Energiehaushalt.
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  • «Geistige Energie»: Aber auch der Geist braucht Nahrung, in Form von Zuwendung, Kontakten mit Freundinnen und Freunden, guten Texten usw. Wir setzen uns dabei mit dem Thema Segen auseinander. Alles, was fürs Leben ein Segen ist, gilt als Kraftquelle zum Auftanken.

 

Während die vorgeschlagenen Bausteine sich auf die Jugendlichen und ihren Alltag konzentrieren, könnte in einer Fortsetzung zusätzlich der Beziehungs- und Verantwortungsaspekt hervorgehoben werden. Leitthema wäre dann: «Ich als Energiequelle für mich und andere. Wie baue ich mich auf? Was habe ich zu verschenken? Was könnte ich verändern, um die Welt ein wenig besser zu machen?» Aus der Beschäftigung mit diesen Fragen entsteht ein klasseneigener Ratgeber für eine bessere Welt, in dem Erfahrungen aus dem eigenen Leben festgehalten werden.