Unterrichtseinheiten und Bildungsangebote zur Ökumenischen Kampagne

Lernen

Die Unterlagen für die Kampagne 2021 werden ab Herbst hier aufgeschaltet.

Das Kampagnenmagazin kann im Shop von Fastenopfer oder im Shop von Brot für alle als Heft bestellt werden, oder hier heruntergeladen werden. Falls Sie im Internet Explorer Mühe haben, die Unterlagen herunterzuladen, probieren Sie einen anderen Browser aus.

Unterlagen 2021

Zyklus 1 - «Hebed Sorg» (Unterstufe)

Die Unterrichtseinheit für den Zyklus 1 befasst sich mit dem Aspekt «Behüten und bewahren». Sie will eine Brücke schlagen zwischen der Schöpfung, die es zu erhalten und zu schützen gilt, und den verschiedenen Lebenswirklichkeiten und Möglichkeiten der Kinder unserer Erde. 

So fängt diese Einheit mit der Schöpfungsgeschichte an. Die Kinder können gemeinsam mit der Lehrperson die Schöpfungsgeschichte gestalten und so nachvollziehen, wie Adam und Eva ein Paradies geschenkt wurde. Die Klimabewegung in der Schweiz zeigt auf, wie wichtig es jetzt ist, dass wir Menschen – egal, ob gross oder klein – zu unserer Erde Sorge tragen. Wir wollen nicht vergessen, dass unser Lebensstil und unser Handeln in der Schweiz grosse Auswirkungen im Weltsüden haben. Sorgsam spannen wir deshalb eine Brücke zu Projekten im Süden und beschäftigen uns mit Portraits von Kindern aus Kolumbien und Indonesien. Am Beispiel von Nahrungsmitteln versuchen wir, unserem ökologischen Fussabdruck auf die Schlichezu kommen. Wir vergleichen und untersuchen unsere Lebensmittel auf Saisonalität und Regionalität und stellen ein Bienenwachstuch her – eine echte Alternative zu Plastik.

Methodische Überlegungen und Unterrichtseinheit

Zyklus 2 - Öko - logisch: Richtig entscheiden (Mittelstufe)

Wenn man sich entscheiden muss zwischen einer klimafreundlichen Variante oder einer bequemen, billigen, dann fühlt man sich manchmal regelrecht in die Ecke gedrängt – egal, ob es dabei um Energieverbrauch, Reisen, Nahrung oder Konsum überhaupt geht. In der diesjährigen Einheit für den Zyklus 2 geht es um das Finden guter Entscheidungen, solcher, die sich stimmig anfühlen. Denken und Fühlen möglichst nahe zusammenzubringen, das ist das Ziel der sogenannten «Tetralemma- Strukturaufstellung» nach Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer, welche in systemischen Coachings angewandt wird. Damit lassen sich die verschiedenen Pole eines Dilemmas im wörtlichen Sinn begehen. Der Blick weitet sich von den ursprünglich zwei (griechisch Di) zu vier (griechisch Tetra) und letztlich unzähligen möglichen Lösungen aus. So wollen wir mit den SuS Lösungen finden, die den Bedrohungen des Klimawandels und ihren persönlichen Bedürfnissengerecht werden.

Wir möchten, dass SuS bei Klimafragen die globalen Zusammenhänge erkennen und daraus auch individuelle Konsequenzen ableiten. Klimaschutz sollte sie in ihrem Alltag jedoch nicht über Gebühr einschränken und ihnen schon gar nicht Angst machen. Ziel aber ist es, ihnen konkrete Handlungs- und Entscheidungskompetenzen mit auf den Weg als Schützer und Schützerinnen des Klimas zu geben. In diesem Sinn geht es hier um eine Einführung in eine praxisrelevante Ethik, die die eigene Person, die anderen Menschen und alle Geschöpfe im Blick hat.

Methodische Überlegungen und Unterrichtseinheit

Zyklus 3 - Meine Spur, deine Spur … unsere Spur (Oberstufe)

Greta Thunberg klagt die ältere Generation an, weil sie sich zu wenig um die Zukunft gekümmert hat und mit ihrem Lebensstil die Klimakatastrophe mitverantwortet. Ist das gerechtfertigt? Was hiess Fortschritt für frühere Generationen, was heisst das für mich? Welche Werte waren früher wichtig, welche sind es heute? Die SuS sollen recherchierend an die Entwicklungen unserer Gesellschaft herangeführt werden. So erkennen sie, was der Zeitgeist und die Lebensumstände mit den technischen Entwicklungen und mit dem Menschenbild einer Gesellschaft zu tun haben. 

Jede Generation hinterlässt ihre Spuren, auf welchen die nächsten Generationen ihr Leben aufbauen und weitere Entwicklungen vorantreiben. Die Menschen setzen ihre Schwerpunkte und gehen mit ihren eigenen und den natürlichen Ressourcen unterschiedlich um. Es stellen sich bei der Auseinandersetzung mit diesen Themen noch weitere Fragen: Welches Menschenbild war für die verschiedenen Generationen prägend? Zu welchem Preis wurde der Fortschritt vorangetrieben? Wann realisierten die Menschen, dass es nicht endlos so weitergehen kann? Wie müsste sich unser Lebensstil zugunsten von Mensch und Natur verändern? Die SuS überlegen sich, welches Motto für ihr Leben wichtig ist und welche Spuren sie zukünftigen Generationen hinterlassen möchten. Sie bringen dies auf Wimpeln oder Buttons zum Ausdruck.

Methodische Überlegungen und Unterrichtseinheit

Jugendarbeit - Vom Abholzen des Regenwaldes

Planspiele eignen sich zur Simulation sozialer Prozesse im Zeitraffer. Einzelne Elemente wie Sitzungen können in wenigen Minuten abgehandelt werden, Ausstellungen oder politische Demonstrationen während einer Stunde vorbereitet oder Regierungsbeschlüsse in kürzester Zeit erlassen werden. Dies heisst jedoch nicht, dass sich Planspiele in nur einer oder zwei Stunden durchspielen lassen; mindetens ein halber Tag sollte dafür eingerechnet werden. Sinn macht es auch, das Spiel auf mehrere Etappen (z. B. drei Halbtage oder sechs Doppellektionen) aufzuteilen.

Im Planspiel zur diesjährigen Kampagne geht es darum, eine vorgegebene Situation durchzuspielen, in der es um globale Klimaverantwortung geht. Die Teilnehmenden nehmen bestimmte Rollen ein und interagieren miteinander; sie sind in ihrem Handeln innerhalbihrer Rollenfrei. Viele Rollen haben aufgrund ihrer Hintergrundgeschichte eine bestimmte Gesinnung oder eine vorgefertigte Meinung zu den Geschehnissen. Trotzdem steht es den Teilnehmenden frei, aufgrund neuer Erkenntnisse eine neue Richtung einzuschlagen und «ihren» Charakter weiterzuentwickeln. Falls nicht von selbst eine Gruppendynamik aufkommt, indem die Akteure und Akteurinnen miteinander in Kontakt kommen und gemeinsame Projekteaufgleisen, können vom Spielleiter / von der Spielleiterin Ereignisse eingegeben werden. Vorschläge dazu finden sich in Beilage 1. 

Mindestzahl für das Planspiel sind 10–12 Personen; es können aber auch mehr sein: 20 Charakterrollen liegen vor (Beilage 2). Es ist auch möglich, mit weniger Rollenträgerinnen/trägern zu spielen, dann ist das Planspiel eher ein Rollenspiel.

Planspiel für die Jugendarbeit

Kinderporträts

Deutsche Übersetzung wird noch erarbeitet.

Wir freuen uns, wenn wir Ihnen mit unserem Angebot einige Ideen und Anstösse für den Unterricht geben können. Haben Sie Rückmeldungen oder eigene Vorschläge? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme: Stephan Tschirren, 031 380 65 95, tschirren@bfa-ppp.ch.

Hier finden Sie ausserdem Infos zu unseren Jugendzeitschriften.

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit und die Unterstützung.

Ihre Idee als Inspiration für andere

Die Materialien der Ökumenischen Kampagne 2021 werden erarbeitet von (v.l.n.r.): Stephan Tschirren, Marianne Wahlen, Andrea Meier, Daniel Wiederkehr, Hélène Bourban, Gabriella Aebersold, Livia Zwahlen.