Medienmitteilung zur Ökumensichen Kampagne 2018, Fastenopfer und Brot für alle

Globale Herausforderungen erfordern «Grossen Wandel»

14.02.2018

Bern / Luzern, 14. Februar 2018. Klimaerwärmung, soziale Ungleichheit, politische Spannungen: Die aktuellen Herausforderungen betreffen den ganzen Planeten. Um Wege aus dieser systemischen Krise zu finden, braucht es einen gesellschaftlichen Wandel. Unter dem Motto «Werde Teil des Wandels» zeigt die Ökumenische Kampagne 2018 von Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein, wie vielfältig und genussvoll dieser aussehen kann.

Der Chef eines grossen Modekonzerns verdient in vier Tagen so viel wie eine Näherin in Bangladesch in ihrem ganzen Leben. Und für die Produktion von Palmöl, das in zahlreichen Lebensmitteln steckt, werden weite Flächen Regenwald abgeholzt und oft auch Menschen von ihrem Land vertrieben. Die beiden Beispiele illustrieren: Soziale Ungleichheit und globale Klimakrise verschärfen sich, als Folge nehmen auch politische Spannungen zu. Die Diagnose des Ökumenischen Rats der Kirchen ist klar: «Unsere Welt war nie wohlhabender und gleichzeitig ungerechter als heute».

Die zentrale Frage ist, was sich gegen die systemische Krise tun lässt, in der die Welt gefangen scheint. Politische Massnahmen, Rechtsreformen und technische Innovationen sind zwar wichtig und unumgänglich, aber sie genügen nicht. Denn sie sind fast alle mit einem Modell verbunden, das auf Konsum statt auf Genügsamkeit beruht, auf Konkurrenz statt auf Zusammenarbeit, auf Ausbeutung statt auf Respekt. Deshalb fordert die Ökumenische Kampagne eine umfassende «innere Transition»: den Wandel in Kopf, Herz und Hand von uns allen.

Den Wandel selbst gestalten

Die gute Nachricht ist: Es gibt zahllose Möglichkeiten, sich für ein System einzusetzen, das die Grenzen des Planeten respektiert. Unter dem Motto «Werde Teil des Wandels» zeigt die Kampagne auf, wie lokale Initiativen bereits alle Lebensbereiche durchdringen: Solidarische Landwirtschaft etwa bringt Bäuerinnen und Bauern Planungssicherheit und den Konsumierenden saisonales Gemüse auf den Teller. Lokale Tauschsysteme reduzieren den Neukauf von Produkten, «Zero Waste»-Initiativen zeigen, dass ressourcenschonender Konsum ohne Verzicht auf Genuss möglich ist. Und im globalen Süden, der am meisten unter den Systemkrisen leidet, setzen sich Partnerorganisationen von Fastenopfer und Brot für alle mit innovativen Projekten für nachhaltigen Wandel ein.

Die bunte Palette solcher Initiativen vereint der Tag des Wandels am 22. Februar in Bern. Dort bietet sich die Möglichkeit, mit internationalen Fachleuten wie Olivier De Schutter, dem ehemaligen UNO- Beauftragten für das Recht auf Nahrung, Cécile Renouard, Ordensfrau und Professorin für Philosophie und Wirtschaft, oder dem Aktivisten und Buchautor Satish Kumar zu diskutieren und an Workshops Themen zu vertiefen. Wer sich selbst – ob für die Dauer der Fastenzeit oder für immer – einem Wandel unterziehen will, kann dies auf lustvolle Art und Weise mit der Aktion Join my Challenge tun – und damit spielerisch der Lichtgestalt Mahatma Gandhi folgen, dessen Zitat heute treffender ist denn je: «Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst in dieser Welt».

Mediendossier mit weiteren Informationen und Hintergründen auf www.sehen-und-handeln.ch/medien

Rückfragen und Interviews:
Bernd Nilles, Geschäftsleiter Fastenopfer; 041 227 59 51
Bernard DuPasquier, Geschäftsleiter Brot für alle; 079 489 3824

Was alles zum grossen Wandel dazugehört und wie unsere Partnerinnen und Partner im Süden und Norden ihn verstehen:

Die Ökumenische Kampagne: Informieren, Handlungsmöglichkeiten zeigen, Spenden sammeln:

Seit 1969 arbeiten Brot für alle, die Entwicklungsorganisation der Evangelischen Kirchen der Schweiz, und Fastenopfer, das Hilfswerk der Katholikinnen und Katholiken, zusammen. Die Ökumenische Kampagne während der Fasten- oder Passionszeit ist zum Inbegriff der gelebten Solidarität und der ökumenischen Partnerschaft geworden. Seit 1994 beteiligt sich auch Partner sein, das Hilfswerk der christkatholischen Landeskirche. Jedes Jahr bringen die Werke gemeinsam ein entwicklungspolitisches Thema an die breite Öffentlichkeit. http://www.sehen-und-handeln.ch/