Ein Marktstand für die Ökumenische Kampagne

Ob Tomate, Gurke oder Brot: Ihnen allen liegt ein Samen oder Korn zugrunde. Aus Saatgut entsteht Nahrung – und diese Nahrung wird unter anderem auf Märkten angeboten. Zudem nimmt Sie unser Fastenkalender dieses Jahr durch die Märkte dieser Welt.

Um die Ökumenische Kampagne 2020 in Ihrer Pfarrei und Kirchgemeinde zu präsentieren und nach aussen zu tragen, lassen wir uns vom Fastenkalender inspirieren. Wie wäre es, wenn Sie selber einen Marktstand machen? Stellen Sie ihn vor die Kirche, auf den lokalen Wochenmarkt (z.B. in Zusammenarbeit mit einem lokalen Bauernhof) oder auf den Dorfplatz. Organisieren Sie eine Saatgutbörse und bieten Sie einheimisches Saatgut – wie Gemüse- oder Blumensamen – zum Tauschen an. Oder machen Sie auf die Problematik der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im Süden aufmerksam, denen das traditionelle Züchten und Tauschen von Saatgut zusehend erschwert wird. Sie können aber auch die bewährte Rosenaktion mit einem Marktstand begleiten.

Wir bieten Ihnen zudem ein Plakat ohne Text zum Download an, mit dem Sie auf ihren Marktstand (Wann, wo, wie etc.) aufmerksam machen können.

Das Plakat mit dem Text ist für den «Event» selbst, damit Besucher/innen wissen, warum der Aktionstag stattfindet und was die Problematik mit Saatgut ist.

Hier bereits einige Ideen zum Marktstand. Gerne können Sie uns Ihre Idee auch mitteilen, dann können wir diese hier auch anderen zugänglich machen. info@sehen-und-handeln.ch

Auch in der Schweiz gibt es traditionelle Sorten und der Tausch von Saatgut hat auch hier eine lange Tradition. Organisieren Sie eine Saatgutbörse und bieten Sie einheimisches Saatgut – wie Gemüse- oder Blumensamen – zum Tausch an. So lassen sich interessante und seltene Sorten weitergeben. Die Leute können an Ihren Stand kommen, ihr eigenes Saatgut mitbringen und gegen anderes eintauschen. Automatisch kommen Sie ins Gespräch und haben die Möglichkeit, über Saatgut zu sprechen und warum es wichtig ist, lokale Sorten zu bewahren.

Der Fastenkalender wird von vielen Menschen auch ausserhalb von Pfarreien und Kirchgemeinden geschätzt. Leider erreicht er nicht immer alle Menschen. Verteilen Sie den Fastenkalender und sprechen Sie damit auch Personen an, die noch nie etwas von der Ökumenischen Kampagne gehört haben.

Machen Sie mit einem Stand auf die Problematik der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im Süden aufmerksam, denen das traditionelle Züchten und Tauschen von Saatgut zusehends erschwert wird. Denn nur wer sensibilisiert ist, ist auch bereit, zu handeln.

Wie wäre es, unsere traditionelle Rosenaktion mit einem Marktstand zu kombinieren?

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Bild einer früheren Rosenaktion aus Lausanne. Bild: Fastenopfer und Brot für alle.
Trotz Dauerregen grosser Einsatz der Freiwilligen der Pfarrei Uster für die Rosenaktion ©Fastenopfer / Patricio Frei

Brot besteht aus Getreide und dies ist Saatgut in seiner ursprünglichen Form. Backen Sie ein Solidaritätsbrot und verkaufen Sie es an einem Marktstand für einen guten Zweck – für unsere Projekte. So wie es auch viele Bäckereien schweizweit für uns machen.

Bäckerei Le Cygne Blanc
Brotkorb
Brot zum Teilen Kässeli

Viele von Ihnen können sich vielleicht noch an die „Aktion Neuland“ von 2017 erinnern. Damals haben Pfarreien, Kirchgemeinden und Schulen Hochbeete bepflanzt, um Land, das Kleinbäuerinnen und -Bauern geraubt wurde, hier in der Schweiz sichtbar zu machen. Eine weitere Möglichkeit, die diesjährige Ökumenische Kampagne sichtbar zu machen, besteht darin, diese Hochbeete aus der Kampagne 2017 wieder mit neuem Leben zu füllen. Bepflanzen Sie diese mit Saatgut, das Sie vorher zum Beispiel an einer Börse getauscht haben, und ernten Sie anschliessend das Gemüse. Oder verwenden Sie unsere Cherry-Tomatensamen aus unserem Shop (Fastenopfer oder Brot für alle) – aus der Ernte können Sie dann für das Folgejahr Saatgut gewinnen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

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In der Unterrichtseinheit für die Oberstufe können die Jugendlichen ihre eigenen Samen aussähen und anziehen, in der Mittelstufe wird das Saatgutspiel Mancala hergestellt und in der Unterstufe ein Saatgutmemory gespielt. Kombinieren Sie diese Vorschläge für den Unterricht mit einem Einsatz der Schülerinnen und Schüler an einem Markstand und verbinden Sie so die inhaltliche Auseinandersetzung im Unterricht mit dem Gemeindeleben in ihrer Kirchgemeinde/Pfarrei.

Weitere Informationen zu den Unterrichtsangeboten: www.sehen-und-handeln.ch/lernen

Natürlich können Sie auch verschiedene Ideen miteinander kombinieren – oder Sie haben eigene! Ob Sie eine Tauschbörse organisieren, einen klassischen Marktstand aufstellen oder beim Rosenverkauf mitmachen – schicken Sie uns ein Foto Ihrer Aktion an marktstand@sehen-und-handeln.ch

Wir sind immer wieder aufs Neue begeistert, welche Kreativität und wie viel Herzblut in den Mitarbeitenden von Pfarreien und Kirchgemeinden stecken. Gemeinsam können wir etwas bewegen – für eine gerechte Welt.