High Tech – No Rights?

Die Nachfrage nach Laptops, Smartphones, Flachbildschirmen steigt weltweit. Dazu braucht es Rohstoffe, die oft in Krisengebieten gewonnen werden. Dahinter verstecken sich Gewalt, Tod, Menschenrechtsverletzungen. Unsere Kampagne “High Tech – No Rights?” thematisiert seit 2007 die prekären Arbeitsbedingungen in der Elektronikindustrie.

 

Fastenopfer und Brot für alle haben 2007 die Schweizer Bevölkerung aufgefordert, bei den Computerfirmen nachhaltige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen einzufordern. Diese Kampagne stiess auf ein grosses Echo. Einige Unternehmen haben sich bereit erklärt, einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) einzuführen, oder Massnahmen zu ergreifen, um die Umsetzung ihres Code of Conducts zu verbessern. 

 

Bereits 2007 konnte die Kampagne «High Tech – No Rights?» einen ersten Erfolg verbuchen: Hewlett Packard erklärte sich bereit, Angestellte ihrer Zulieferbetriebe in China von unabhängigen zivilgesellschaftlichen Organisationen über ihre Rechte informieren zu lassen. Dieses bisher einmalige Pilotprojekt wurde mit Unterstützung von Brot für alle durchgeführt. Ein im September 2009 veröffentlichter Bericht zeigt, dass Unternehmen auch in China ihre soziale Verantwortung wahrnehmen können, wenngleich die Möglichkeiten der Arbeitnehmervertretung eingeschränkt sind.

 

Die Produktionsbedingungen in der Computerindustrie wurden auch ein Thema im Bereich der öffentlichen Beschaffung von Gemeinden und Kantonen.

 

Unsere Forderungen

 

Das Ziel von Fastenopfer und Brot für alle ist eine Lieferkette ohne Menschenrechtsverletzungen in der IT-Industrie. Wir wollen Transparenz in der Lieferkette, konfliktfreie Minen, faire Arbeitsbedingungen. Wir fordern faire Computer und faire Handys.

 

Ein weiteres Ziel ist die Minimierung oder idealerweise die Abschaffung sozialer Missstände in den Zuliefererfirmen. Die Computerindustrie muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass in den verschiedenen Fabriken die Angestellten unterdrückt und in ihren Rechten eingeschränkt werden. 

 

Konkret bedeutet dies für die Firmen

  • 1

    Die Anerkennung ihrer sozialen Verantwortung

    in Bezug auf die gesamte Produktionskette.
  • 2

    Die Einhaltung der Grundrechte und der Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO),

    im Speziellen die Versammlungsfreiheit und das Recht auf kollektive Verhandlungen.
  • 3

    Die Information und Ausbildung der Arbeiterinnen und Arbeiter in Bezug auf ihre Rechte,

    in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften.

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