Der grosse Wandel

Klimaerwärmung, soziale Ungleichheit, politische Spannungen: Die aktuellen Herausforderungen betreffen den ganzen Planeten. Um Wege aus dieser systemischen Krise zu finden, braucht es einen gesellschaftlichen Wandel. Unter dem Motto «Werde Teil des Wandels» zeigte die Ökumenische Kampagne 2018 von Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein, wie vielfältig und genussvoll dieser aussehen kann.

 

Der Chef eines grossen Modekonzerns verdient in vier Tagen so viel wie eine Näherin in Bangladesch in ihrem ganzen Leben. Und für die Produktion von Palmöl, das in zahlreichen Lebensmitteln steckt, werden weite Flächen Regenwald abgeholzt und oft auch Menschen von ihrem Land vertrieben. Die beiden Beispiele illustrieren: Soziale Ungleichheit und globale Klimakrise verschärfen sich, als Folge nehmen auch politische Spannungen zu. Die Diagnose des Ökumenischen Rats der Kirchen ist klar: «Unsere Welt war nie wohlhabender und gleichzeitig ungerechter als heute».

 

Die zentrale Frage ist, was sich gegen die systemische Krise tun lässt, in der die Welt gefangen scheint. Politische Massnahmen, Rechtsreformen und technische Innovationen sind zwar wichtig und unumgänglich, aber sie genügen nicht. Denn sie sind fast alle mit einem Modell verbunden, das auf Konsum statt auf Genügsamkeit beruht, auf Konkurrenz statt auf Zusammenarbeit, auf Ausbeutung statt auf Respekt. Deshalb forderte die Ökumenische Kampagne eine umfassende «innere Transition»: den Wandel in Kopf, Herz und Hand von uns allen.

 

Den Wandel selbst gestalten

 

Die gute Nachricht ist: Es gibt zahllose Möglichkeiten, sich für ein System einzusetzen, das die Grenzen des Planeten respektiert. Unter dem Motto «Werde Teil des Wandels» zeigte die Kampagne auf, wie lokale Initiativen bereits alle Lebensbereiche durchdringen: Solidarische Landwirtschaft etwa bringt Bäuerinnen und Bauern Planungssicherheit und den Konsumierenden saisonales Gemüse auf den Teller. Lokale Tauschsysteme reduzieren den Neukauf von Produkten, «Zero Waste»-Initiativen zeigen, dass ressourcenschonender Konsum ohne Verzicht auf Genuss möglich ist. Und im globalen Süden, der am meisten unter den Systemkrisen leidet, setzen sich Partnerorganisationen von Fastenopfer und Brot für alle mit innovativen Projekten für nachhaltigen Wandel ein.

 

Die bunte Palette solcher Initiativen vereinte der Tag des Wandels am 22. Februar in Bern. Dort bot sich die Möglichkeit, mit internationalen Fachleuten wie Olivier De Schutter, dem ehemaligen UNO- Beauftragten für das Recht auf Nahrung, Cécile Renouard, Ordensfrau und Professorin für Philosophie und Wirtschaft, oder dem Aktivisten und Buchautor Satish Kumar zu diskutieren und an Workshops Themen zu vertiefen. Wer sich selbst – ob für die Dauer der Fastenzeit oder für immer – einem Wandel unterziehen will, kann dies auf lustvolle Art und Weise mit der Aktion Join my Challenge tun.

Hier findet der grosse Wandel überall statt

Ein Wandel hin zu einer enkeltauglicheren Welt passiert an vielen Orten und auf vielen Ebenen.

Schliessen auch Sie sich an! Hier finden Sie viele – in Bereichen wie „Wohnen“, „Transport“, „Essen“ oder „Kleidung“ – verschiedene lokale Initiativen.

 Hier sehen Sie, was unsere Partnerinnen und Partner aus dem Süden und dem Norden unter einem grossen Wandel verstehen:

Menschen aus der Zivilgesellschaft, die Grosses leisten:

Einen inneren Wandel:

Die Stärkung der Gemeinschaft, um für seine Rechte einzustehen:

Befähigung von Menschen, damit sich diese am gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben beteiligen können:

Das Engagement für ein Leben in Würde für alle:

Organisationen, die sich für eine faire Wertschöpfungskette einsetzen:

Globale Vernetzung von Organisationen:

Ein bewusster Konsum und Genügsamkeit:

Solidarität zwischen den Menschen:

Gemeinsam für eine Welt, in der alle genug zum Leben haben (Kurzfassung aller Statements):

Es gibt zahllose Möglichkeiten, sich für eine Welt einzusetzen, welche die Grenzen des Planeten respektiert.

Werden auch sie Teil des Wandels

Gemeinsam für eine Welt, in der alle genug zum Leben haben

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