Wie Laienjournalisten ihre Stimmen gegen Landraub erheben

Pagna Sopheak Ran, Building Community Voices, Kambodscha, HEKS

«Wem gehört das Land?» Diese Frage ist in Kambodscha oft nur schwer zu beantworten. Die Kleinbauernfamilien hier bewirtschaften seit Generationen das Land ihrer Vorfahren. Doch meist besitzen sie dafür keine offiziellen Dokumente.

Dadurch kommt es immer wieder zu Konflikten. Denn Grossinvestoren nützen diese rechtliche Lücke schamlos aus, um an natürliche Ressourcen wie Land, Wasser oder Fische zu kommen. Manche Familien haben alles verloren und wissen nicht mehr, wovon sie leben sollen. Die Behörden schauen weg.

 

Das können und wollen wir nicht hinnehmen. Deshalb bilden wir engagierte Bürgerinnen und Bürger zu Laienjournalisten aus. Im Lokalradio und auf Social Media geben sie den enteigneten Menschen eine Stimme und setzen so die Behörden unter Druck, etwas gegen die Landnahme zu unternehmen.

– Pagna Sopheak Ran, Building Community Voices, Kambodscha, HEKS


Kambodscha

Ein riesiges Problem ist die Korruption. Gegen Geld ist nahezu jedes Dokument zu haben. Das erschwert unseren Einsatz gegen die Landnahme.

«Wir berichten über die

Schicksale der Enteigneten.

Dank der Journalistenausbildung können

wir öffentlich über die Ungerechtigkeit reden.

So zwingen wir Behörden und Investoren

zum Handeln.»

Tang Syphasay, Laienjournalist, Kambodscha


 

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Diesen Weg geht Brot für alle

START: LANDRAUB-PROBLEMATIK ÖFFENTLICH MACHEN

Kleinbauernfamilien werden durch Landvergaben an Grossinvestoren um ihre Anbaufl ächen gebracht: Dieses Unrecht wollen sie nicht länger schweigend hinnehmen.

 

ETAPPE 1: EINKOMMEN ERHÖHEN

Lokale Partner ermöglichen jungen Frauen und Männern eine journalistische Basisausbildung: Sie setzen sich anschliessend im Lokalradio und über Social Media für die enteigneten Menschen ein.

 

ETAPPE 2: FRIEDENSVERMITTLER AUSBILDEN

Wir bilden zudem Friedensstifter aus, die helfen, Konfl ikte zwischen der Bevölkerung, Behörden und Investoren gewaltfrei zu lösen.

 

ETAPPE 3: BEHÖRDEN ÜBERZEUGEN

Der mediale Druck und die Schlichter sollen dazu beitragen, dass Behörden in Zukunft mehr Entscheidungen zugunsten der Kleinbäuerinnen und -bauern treffen.

 

ZIEL: LANDNAHMEN KÜNFTIG VERHINDERN

Sehen und Handeln

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