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«Perspektiven» von Fastenopfer und Brot für alle

Viermal jährlich erscheint die Publikation «Perspektiven» für unsere Unterstützerinnen und Unterstützer.
Alle früheren Ausgaben finden Sie bei Fastenopfer und Brot für alle

Perspektiven 01/20

Ein Übereinkommen zum Schutz von Pflanzenzüchtungen verbietet Praktiken, die für den Erhalt der Sortenvielfalt sorgen, den Zugang zu Saatgut sichern und die Grundlage für Ernäh-rungssicherheit bilden. Es trägt den sperrigen Namen UPOV 91.

UPOV 91 schützt die Pflanzenzüchtungen der grossen Konzerne. Darunter leiden Kleinbäuerinnen und -bauern im globalen Süden. Eigenes Saatgut setzen, tauschen, weiterentwickeln, eine Praxis, die sie schon immer angewendet haben, wird von einem Tag auf den andern kriminalisiert. Die Regelungen zwingen sie auch, Saatgut grosser Konzerne zu kaufen. Dieses ist teuer, benötigt Dünger und Pestizide und schadet bedrohten Arten und der Sortenvielfalt. Den Menschen wird eine zentrale Grundlage ihrer Ernährung, aber auch ihrer Identität entzogen.

Dennoch versucht die Schweiz, im Rahmen von Handelsverhandlungen mit Malaysia und Indonesien den UPOV 91 Sortenschutz durchzusetzen. Doch die restriktiven Regelungen treffen die Landbevölkerung. Deshalb ist die diesjährige Ökumenische Kampagne dem Saatgut gewidmet. Denn Saatgut geht uns alle an.

Download:

Perspektiven 1/20 Fastenopfer

Perspektiven 1/20 Brot für alle