Recht auf Saatgut: Die Situation in Honduras

16.04.2020

Grosse Saatgutkonzerne gewinnen immer mehr Kontrolle über den Saatgutmarkt. Indem den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verboten wird, ihr Saatgut zu tauschen oder zu verkaufen, geraten diese in eine immer grössere Abhängigkeit von den Saatgutkonzernen. Dies gefährdet nicht nur ihre Existenzgrundlage, sondern stellt auch eine Bedrohung für die Ernährungssicherheit weltweit dar. Denn die Bauernfamilien, welche heute 70% der weltweit konsumierten Nahrungsmittel produzieren, sehen ihren Zugang zu lokalem Saatgut gefährdet.

In Honduras setzt sich unsere Partnerorganisation ANAFAE, ein Netzwerk, für Ernährungssouveränität, Rechte der Bauernfamilien und für Agrarökologie ein. Denn auch in Zentralamerika ist heute der Zugang zum lokalen Saatgut gefährdet.

Octavio Sánchez Escoto wäre als Gast der Ökumenischen Kampagne 2020 vom 17. bis 29. März in der Westschweiz unterwegs gewesen und hätte in zahlreichen Schulen, Kirchgemeinden und Pfarreien über das Kampagnenthema und von seiner Arbeit in Honduras berichtet. Leider war dies aufgrund der aktuellen Gesundheitskrise nicht möglich. Wir laden Sie deshalb dazu ein, Octavio in diesen vier Videos kennenzulernen, die unsere Partnerorganisation in Honduras produziert hat.

Die Situation der Kleinbauernfamilien in Honduras

Die Arbeit von ANAFAE

Das Saatgut und die Kleinbauernfamilien

Saatgut und der gesetzliche Rahmen in Honduras