Saatgut gehört den Bäuerinnen und Bauern, nicht den Konzernen

Kurzfilm "Saatgut im Widerstand" (Aufs Bild klicken zum Abspielen)
70 Prozent der Lebensmittel werden weltweit von Kleinbäuerinnen und -bauern produziert, die auf bäuerliches Saatgut angewiesen sind. „Bäuerlich“ heisst, dass die Bäuerinnen und Bauern zum Aussäen, jeweils auf Samen aus der vorherigen Ernte zurückgreifen, dieses immer wieder an die lokalen klimatischen Gegebeheiten anpassen, tauschen und verkaufen. Diese Art von Landwirtschaft ist bedroht – obwohl sie eine Antwort auf den Klimawandel sein könnte und auf Jahrtausende altem Wissen beruht (Mehr dazu im Kurzfilm).

Abkommen der Schweiz mit Malaysia

Die Schweiz verlangt in Verhandlungen über Freihandelsabkommen mit Entwicklungsländern immer wieder die Einführung strenger Sortenschutzgesetze. Etwa 2018 im Abkommen mit Indonesien oder in den Verhandlungen mit Malaysia. Sie sollen sich nach dem sogenannten «UPOV 91» richten, dem Internationalen Übereinkommen zum Schutz von Pflanzenzüchtungen. Dieses verbietet Bäuerinnen und Bauern den Verkauf und Tausch von geschützten Sorten. Auch der Wiederanbau auf dem eigenen Hof von ausgewählten Nutzpflanzen ist eingeschränkt. Davon profitieren vor allem Agrarkonzerne. Für Brot für alle, Fastenopfer, Partner sein und APBREBES ist das inakzeptabel, das Übereinkommen untergräbt das Recht auf Nahrung und steht im Widerspruch zu der auch von der Schweiz unterstützten UN-Deklaration für die Rechte der Bäuerinnen und Bauern.

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3. Ana Caal, Silvia Chub, Ana Coc, Amalia Yat y Bacilia Choc

Wir stehen an der Seite der Bäuerinnen und Bauern 

FastenopferBrot für alle und Partner sein machen mit der Ökumenischen Kampagne 2020 auf die Rolle und die Wichtigkeit von bäuerlichem Saatgut aufmerksam. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) führt die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen.
 
Mit Briefen ans Seco fordern wir zusammen mit Partnerorganisationen aus dem Süden, dass dieser Abschnitt im Freihandelsabkommen herausgenommen wird.
 
Aus Malaysia (l.) und Guatemala (r.) haben uns bereits die ersten Fotos von Menschen erreicht, die ans Seco schreiben.

Schreiben auch Sie einen Brief ans Seco

…und zeigen Sie, dass der Schweizer Bevölkerung eine gerechte Welt am Herzen liegt. 

Hier finden Sie einen Musterbrief. Drucken Sie ihn aus und lassen Sie ihn von weiteren Personen unterschreiben. Falls dies an einer Standaktion passiert: Hier finden Sie Plakate zur Aktion im Format A3 und im Format A4.

Natürlich können Sie den Brief auch mit Ihren Beweggründen ergänzen. Es würde uns freuen, wenn sie uns zudem ein Foto von sich und dem Brief an  schicken. So wird diese Solidaritätsaktion auch nach Aussen gut sichtbar. Und dann: Brief Abschicken ab Aschermittwoch oder später nicht vergessen. Bei Fragen können Sie sich jederzeit ebenfalls an die obige Adresse wenden. 

Mehr Hintergrundinformationen dazu liefert dieses Video der Saatgut-Koalition, zu welcher auch Fastenopfer und Brot für alle gehören.

Wir danken allen, die uns in dieser Aktion unterstützen!

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Die Aktion erfolgt in Zusammenarbeit mit APBREBES (Association for Plant Breeding for the Benefit of Society).