Konzernverantwortung

Konzerne und Menschenrechte

Startseite Sehen und Handeln / Thema / Konzerne und Menschenrechte

Neue Studie zeigt: Menschenrechte sind keine Priorität

  • 2 von 3 Schweizer Grossunternehmen weisen keinerlei Vorgaben zur Einhaltung von Menschenrechten aus
  • Nur 11 Prozent der 200 grössten Schweizer Konzerne richten ihre Unternehmenspolitik umfassend nach den Leitprinzipien der Uno zu Wirtschaft und Menschenrechten aus – obwohl diese Leitprinzipien auch von der Schweiz mitgetragen werden
  • Berichte über konzerneigene Menschenrechtspolitik und deren Einhaltung sind oft lückenhaft und vage
Bfa_Studie_3-16_D_Cover

Dies ist nur eine Auswahl der ernüchternden Ergebnisse der neuen Studie über die Menschenrechtspolitik von Schweizer Konzernen, die von Brot für alle und Fastenopfer durchgeführt wurde.

Vor 5 Jahren hat der Uno-Menschenrechtsrat die „Leitprinzipien zu Wirtschaft und Menschenrechten“ einstimmig gutgeheissen. Auch die Schweiz hat damals und in der Zwischenzeit immer wieder die Wichtigkeit dieser Leitprinzipien unterstrichen.
Die vorliegende Studie schaut genauer hin und fragt: Inwieweit wurden die geforderten Mindeststandards zum Schutz der Menschenrechte tatsächlich umgesetzt? Dafür wurden die 200 grössten Schweizer Unternehmen unter die Lupe genommen.

Konzerne nehmen Verantwortung nicht ernst

Es zeigt sich klar: Die meisten grossen Konzerne nehmen ihre Verantwortung in Bezug auf Menschenrechte nicht ernst. Wie viele der grössten 200 Unternehmen haben wenigstens grobe Leitlinien bezüglich der Einhaltung von Menschenrechten? Und welche stechen positiv aus der Masse heraus?
Trotz vereinzelter guter Ansätze wird offensichtlich, dass die fehlende Pflicht für Unternehmen, ihrer Verpflichtung bezüglich der Einhaltung von Menschenrechten nachzukommen, zu Nachlässigkeit in diesem Bereich führt. Nur verbindliche Vorgaben für die betreffenden Konzerne kann hier Abhilfe schaffen. Brot für alle und Fastenopfer setzen sich beide für die Konzernverantwortungsinitiative ein, welche genau solche einheitliche Spielregeln fordert.

Studie „Die Menschenrechtspolitik der Schweizer Konzerne: Eine Bestandsaufnahme“ »

Zusammenfassung der Studie »

Share This