Ökumenische Kampagne

Volksinitiative für mehr Konzernverantwortung

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Warum braucht es die Initiative?

Der Bundesrat betont, dass multinationale Unternehmen Menschenrechte und Umweltstandards einhalten müssen, doch er setzt lediglich auf freiwillige Massnahmen. Wie die Skandale der letzten Jahre beweisen, reicht Freiwilligkeit nicht aus. Der Initiativtext sieht deshalb vor, dass für Unternehmen neu eine Sorgfaltsprüfungspflicht eingeführt wird. Das bedeutet: Alle Konzerne müssen überprüfen, ob durch Tätigkeiten im Ausland Menschenrechte und Umweltstandards verletzt werden, entsprechend handeln und darüber berichten. Missachten die Konzerne ihre Sorgfaltsprüfungspflicht, können sie in der Schweiz für ihre schädlichen Handlungen eingeklagt werden. Aufgrund drohender Kosten und eines möglichen Imageverlusts werden die meisten Konzerne von sich aus die notwendigen Massnahmen ergreifen und ihre Verantwortung global wahrnehmen. Dadurch wird im wirtschaftlichen Wettbewerb auch mehr Fairness geschaffen. Denn ein grosser Teil der Schweizer Unternehmen handelt schon heute vorbildlich und soll gegenüber skrupellosen Konkurrenten nicht länger benachteiligt bleiben.

Bereits über 140 000 Personen haben die Konzernverantwortungsinitiative unterschrieben. Damit kommt sie definitiv zustande! Es braucht aber auch weiterhin noch viel Druck, bis Menschenrechte wirklich weltweit gelten und auch Konzerne diesbezüglich ihre Verantwortung übernehmen. Jede weitere Unterschrift ist wertvoll und unterstreicht die Wichtigkeit des Anliegens.

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Burkina Faso TIKARE

Schweizer Konzerne und ihre Menschenrechtspolitik: Es bleibt viel zu tun

Seit mehreren Jahren gilt mit den „Uno-Leitprinzipien zu Wirtschaft und Menschenrechten“ ein neues Regelwerk für international tätige Unternehmen. Es soll die Verantwortung von Konzernen über die Landesgrenzen hinweg sicherstellen, insbesondere beim Einhalten von Menschenrechten. Doch inwieweit werden diese Regeln von Schweizer Konzernen auch wirklich befolgt? Nehmen Konzerne ihre Verantwortung auch im Ausland ernst?

Eine neue Studie von Brot für alle und Fastenopfer geht dem auf den Grund – und liefert ernüchternde Resultate.

Lesen Sie mehr zur Menschenrechtspolitik von Schweizer Konzernen »

Goldabbau in Burkina Faso: Profit wichtiger als Menschenrechte?

Gold glänzt nicht für alle gleich. Die vorliegende Studie von Fastenopfer und Brot für alle nimmt den Goldabbau in drei Minen in Burkina Faso unter die Lupe. Rund um diese Minen geschehen Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden. Das Gold aus diesen Minen wird oder wurde in der Schweiz verarbeitet – bei der Firma Metalor am Neuenburgersee.

Lesen Sie mehr zum Fall Metalor und Burkina Faso »

Burkina Faso IDHD
Bilder Vitol (4)

Vitol und die Menschenrechte

Der grösste Schweizer Konzern Vitol vernachlässigt bei seinem Kohlegeschäft in Südafrika Menschenrechte und international anerkannte Umweltstandards. Das zeigt eine Analyse von Brot für alle und Fastenopfer.

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Titelbild des Themendossier zu Vitol.

Konzerne, übernehmt Verantwortung!

Stellen Sie sich vor: 800 Frachtlaster fahren täglich an Ihrem Dorf vorbei, die Luft ist schwarz von Kohlenstaub, die Erde bebt von Sprengungen und Ihr Trinkwasser ist mit Schwermetallen belastet. All dies erwartet die Menschen im Norden Südafrikas, wenn die dort gelegenen Kohleminen ihren Betrieb aufnehmen. Hauptabnehmer ist der Schweizer Rohstoffhandelskonzern Vitol. Zwar haben die Minenunternehmen vorgängig Nachhaltigkeitsprüfungen gemacht – doch Taten blieben aus. Ein Beispiel von vielen. Deshalb fordern wir verbindliche Regeln für Unternehmen zum Schutz von Mensch und Umwelt. (Editorial von Pascale Schnyder, Chefredaktorin)

Dossier von Brot für alle und Fastenopfer zur Initiative
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