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Wo Gold den Glanz verliert

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2016_Dossier_Gold_S8-9

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Golddrehscheibe Schweiz

  • Vier der zehn weltweit grössten Goldschmelzereien befinden sich in der Schweiz.
  • Im Jahr 2014 wurden in der Schweiz über 2200 Tonnen Gold raffiniert. 2013 waren es gar mehr als 3000 Tonnen.
  • Der grösste Teil dieses Goldes wird nach der Verarbeitung wieder exportiert. Im Jahr 2013 hatten diese Exporte einen Wert von 118 Milliarden Franken.
  • Der Wert der Goldexporte ist damit höher als jener der Uhren- und Chemieexporte zusammen.

Goldabbau

Gold wird sowohl in offenen Minen als auch im Untertagebau abgebaut. Beim offenen Abbau werden oftmals ganze Landstriche umgewälzt. Um das Gold vom Gestein zu trennen werden grosse Mengen giftiger Chemikalien, vor allem Zyanid und Quecksilber, und enorm viel Wasser benötigt. Die Kleinschürfer machen 80 – 90 Prozent der Beschäftigten im weltweiten Goldabbau aus. Das sind geschätzte 20 Millionen Menschen. Diese fördern aber nur rund 10 – 20 Prozent des weltweiten Goldes; der Rest wird in internationalen Minen abgebaut.

Kleinschürfer bei der Arbeit in einer Mine in Burkina Faso
2016_Plakat Konzernverantwortung

Unsere Verantwortung

Die wichtige Rolle der Schweiz im weltweiten Goldhandel bringt auch Verantwortung mit sich. Die Goldförderung ist oft mit Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden verbunden. Schweizer Unternehmen müssen deshalb sorgfältig prüfen, welche Auswirkungen ihre Geschäftstätigkeiten auf die Menschenrechte und die Umwelt in den Goldförderländern haben. Aus diesem Grund unterstützen wir die Konzernverantwortungsinitiative, die sowohl von den Schweizer Goldraffinerien als auch von anderen Konzernen eine solche Sorgfaltsprüfungspflicht verlangt.

Jetzt die Initiative unterschreiben!

Dokumentationen zum Thema Gold

„Dreckiges Gold: Schweizer Firmen nehmen Raubbau in Kauf“
Kassensturz (SRF) vom 6.10.2015

„Dreckiges Gold“
ZDFzoom (ZDF) vom 7.10.2015
     

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