Klimagerechtigkeit

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Warnzeichen vor einem Wirbelsturm in Hinatuan auf der philipinischen Insel Mindanao.

Wirbelstürme, Dürren oder das Ansteigen des Meeresspiegels treffen zuerst die Armen und verstärken damit die bestehende Ungleichheit. Zentral ist die Frage der Gerechtigkeit - die besonders Menschen in wohlhabenden Ländern beantworten müssen.

Wir sehen in unseren Entwicklungsprojekten in Afrika, Asien und Lateinamerika, wie Menschen im globalen Süden immer mehr unter den Folgen des Klimawandels leiden. Zunehmende Dürren und Überschwemmungen fördern Hunger, Krankheiten und soziale Konflikte.

Die stärker industrialisierten Länder leben auf Kosten von Menschen in anderen Ländern. Deshalb fordern wir Klimagerechtigkeit: Das bedeutet, dass die Länder, die über ihre Verhältnisse leben, am meisten für den Klimaschutz tun müssen. Dieses Prinzip der «geteilten, aber ungleichen Verantwortung» ist im Pariser Klimaabkommen festgehalten (Artikel 4.19). Es bildet das Fundament der Klimagerechtigkeit, wofür sich HEKS und Fastenaktion einsetzen. Denn die nationalen Unterschiede sind enorm: 20 Prozent der Weltbevölkerung – vor allem Industrieländer – verursachen rund 80 Prozent des globalen CO2-Ausstosses!

Eine Person pro Sekunde wegen Klimawandel auf der Flucht

«Wir wissen nicht mehr, wann der Regen kommt», hören wir bei Besuchen im Süden immer wieder. Viele Bäuerinnen und Bauern wissen nicht mehr, wann sie säen sollen, langanhaltende Dürren zerstören Ernten und verschlimmern den Hunger vielerorts und bedrohen das Leben von immer mehr Menschen. 184,4 Millionen Personen waren zwischen 2008 und 2014 wegen Überflutungen, Erdbeben, tropischen Stürmen oder Dürren gezwungen, zu fliehen oder ihren Ort zu verlassen – das ist eine Person pro Sekunde. 

Die Frage der Gerechtigkeit verwandelt sich deshalb in einen Appell zur Solidarität für die Ärmsten. Wollen wir Menschen, Lebensräume und damit die Biodiversität schützen, ist ein Kurswechsel dringend nötig. Ab 2040 müssen wir unser Leben und Wirtschaften klimaneutral gestalten – ohne Öl, Kohle und Gas, um unkontrollierbare Konsequenzen für Menschen, ihre Lebensgrundlagen, für Ökosysteme und Artenvielfalt abzuwenden. Deshalb setzen wir uns auf politischer Ebene, in Pfarreien und Kirchgemeinden und auf individueller Ebene für das Ziel «Netto Null bis 2040» ein. Nur so können wir den globalen Temperaturanstieg auf 1.5° Celsius zu beschränken, wie es im Pariser Klimaabkommen vereinbart wurde.

Als Bewohnerinnen und Bewohner industrialisierter Länder sind wir alle gefordert. Unsere Forderungen an verschiedene Akteurinnen unserer Gesellschaft lesen Sie unten.

 

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