Der Wandel findet statt - auch in Ihrer Nähe.

Seien auch Sie Teil des Wandels!

Bild: Slow Food Schweiz 

Viele Menschen wünschen sich eine Welt, in der Frieden und Gerechtigkeit herrschen, die Umwelt intakt ist und in der wir an das Wohlergehen der zukünftigen Generationen denken. Immer mehr Menschen nehmen das Heft selbst in die Hand und beginnen, etwas zu verändern.

Deshalb haben wir uns auf die Suche nach Hoffnungsgeschichten und Inspirationen gemacht und präsentieren ihnen auf dieser Seite nun ein paar davon. Schreiben Sie die Hoffnungsgeschichte mit und schliessen auch sie sich dem Wandel an.

Lesen Sie hier mehr zum «Grossen Wandel». Am Ende dieser Seite lassen wir Ihnen Platz, um uns zu erzählen, was Sie für eine lebenswertere Zukunft machen.

 

Volle Kühlschränke, Supermarktregale und Teller im Restaurant. Unser Lebensmittelüberfluss hat eine Kehrseite: In der Schweiz wird ein Drittel der produzierten Nahrung verschwendet. Rund 45 Prozent werfen private Haushalte weg – das bedeutet durchschnittlich rund eine Mahlzeit pro Person und Tag. Dagegen tun lässt sich vieles:

 

Lokale Initiativen

Projekte, Läden und Verteiler in Ihrer Region, die sich dafür engagieren, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

App „Too Good to go“

Laden Sie die App „Too Good to go“ auf ihr Smartphone. Dort bieten Restaurants und Take Aways vergünstigt Speisen an, die sonst verschwendet werden würden.

Weniger essen wegwerfen

Tipps und Tricks, wie sich zu Hause Food Waste vermeiden lässt

Bei Foodsharing können Sie ungewollte und überproduzierte Lebensmittel retten – in privaten Haushalten sowie von kleinen und grossen Betrieben.

Ob eigener Garten, Balkon, Terrasse, oder in einer Gartenkooperative: Gärtnern – und zusammen essen – ist Balsam für die Seele und macht nachweislich glücklich. Drum: ab in Ihren «Garten».

 

Solidarische Landwirtschaft

„Solawi“ basiert auf der direkten Zusammenarbeit von ProduzentInnen und KonsumentInnen. Dahinter stehen der Wille zu mehr Selbstbestimmung bei der Nahrungsmittelproduktion und der Wunsch nach einer wirklich nachhaltigen Landwirtschaft. Sie erhalten regelmässig lokales und saisonales Gemüse im Abo. Engagieren Sie sich in einer Gemüsegenossenschaft in Ihrer Nähe.

Slow Food

Slow Food ist die Antwort auf die rasante Ausbreitung des Fast Foods und des damit einhergehenden Verlustes der Esskultur und Geschmacksvielfalt. Heute ist Slow Food eine weltweite Bewegung und bindet mehr als 100’000 Personen in 153 Länder auf allen Kontinenten ein. Machen Sie mit. 

Urban Gardening

Das Gärtnern in der Stadt liegt im Trend. Immer öfter entstehen auch Gemeinschaftsgärten, in denen Hobbygärtner sich so richtig austoben können. Frostempfindliche Gemüsearten wie Tomaten können Sie auf einer Fensterbank in der Wohnung säen und vorziehen.

Codecheck: Checken Sie Ihre Produkte vor dem Einkauf

Was ist in der Schokolade enthalten, die ich gerade gekauft habe? Wie viel Zucker ist in meinem Fruchtjogurt? Wie viel Silikon in meinem Duschgel? Dank «CodeCheck» erhalten Sie Antwort.

Mit dieser App lässt sich der Strichcode eines Produkts scannen und der Inhalt und der Nährwert von über 28 Millionen Artikeln in Erfahrung bringen. Eine Evaluation in Form von farbigen Symbolen warnt vor kritischen Mengen an Inhaltsstoffen wie Fett, Zucker, Salz und Palmöl. Die App ist hier auf Deutsch und Englisch erhältlich.

Verzichten Sie auf industriell hergestellte Lebensmittel

Fertiggerichte scheinen für Viele ein Segen zu sein. Doch abgesehen von der schnellen und einfachen Zubereitung haben diese Produkte leider vor allem Nachteile. Sie sind weniger gut für die Gesundheit (Zusatzstoffe, schlechte Fette, zu viel Salz und Zucker) und enthalten sehr oft Palmöl. Bevorzugen Sie frische, saisonale Produkte, wenn möglich aus biologischer Landwirtschaft. Mit dem Kauf lokaler Produkte unterstützen Sie die Produzierenden Ihrer Region, verzichten auf Palmöl und verringern den CO2-Ausstoss, der mit dem Transport von Nahrungsmitteln verbunden ist.

Für unsere kleinen Helfer

Bienen, Hummeln und andere Insekten sind überlebenswichtig, denn sie bestäuben unsere Pflanzen. Pestizide, Monokulturen und zugebaute Landschaften erschweren ihnen jedoch die Futtersuche. Pflanzen Sie insektenfreundliche Frühlingsblüher wie Krokus, Schneeglöckchen oder Bärlauch und geben Sie Gegensteuer.

 

Eine Winter- und eine Sommerkollektion – das war einmal. Manche Modeketten bringen heute bis zu zwölf Kollektionen pro Jahr heraus. Während ein Billig-Top nicht mehr als eine Tasse Kaffee kostet, kommt dieser verheerende Trend die Umwelt, das Klima und die Textilarbeiter in Entwicklungsländern teuer zu stehen. Das muss nicht sein.

Klamottenkur

Der erste Schritt in Richtung nachhaltigem Konsum ist weniger Konsum. Das gilt auch für die Klamotten im Kleiderschrank. Schaffen Sie es, Ihre Garderobe für sieben Wochen zu reduzieren? 
klamottenkur.de verrät Ihnen nützliche Tipps.

«Upcycling»

Ein Kleidungsstück gefällt Ihnen nicht mehr? Unter dem Stichwort «Upcycling» finden Sie im Internet zahlreiche (Video-) Anleitungen. Mit etwas Geschick verwandeln Sie getragene Kleider in neue Kleider, Dekoartikel, Bezüge für Lampenschirme, Kissen, Stühle und vieles mehr.

Reparieren

Zu eng, zu weit, zu kurz, zu lang? Die Hosenbeine ausgefranst oder am Ärmel ein Fleck, der nicht mehr raus geht? Ein guter Anlass, die alte Nähmaschine mal wieder hervorzuholen. Wer sich nicht selbst daran wagen möchte, findet auf reparaturfuehrer.ch lokale Schneider- oder Schuhmacherbetriebe.

Ökologisch und fair kaufen

Immer mehr Textilfirmen möchten die ökologische und soziale Standards entlang der ganzen Produktionskette einhalten. Eine gute Übersicht (engl.) bietet unsere Partnerorganisation Fair Wear Foundation.

Neue Nachbarschaften in Ihrer Nähe

Anstatt die Nachbarschaft auf Treppenhausgespräche und ein gelegentliches Quartierfest zu beschränken, können darin neue soziale Strukturen und wirtschaftliche Funktionen wachsen. Nachbarschaftlich kann auch eine neue Kooperation von Stadt und Land sein: Landwirtschaftsbetriebe versorgen Endverbraucher direkt mit den nötigen Lebensmitteln.

Ferien mit Häusertausch

Mit Haustauschferien.com können Sie Ferien in einer anderen Wohnung machen und gleichzeitig jemanden bei sich wohnen lassen. 65.000 Mitglieder haben bereits mehrere hunderttausend Mal erfolgreich getauscht – überall auf der Welt. 

Geldlos glücklicher

Die eigene Pflege im Alter absichern, ohne zu bezahlen? Über die Genossenschaften von Kiss-zeit.ch kann man sich Unterstützung für ältere Menschen auf einem Zeitkonto gutschreiben lassen, das man später selbst einlösen kann. Weil hier Geld nicht die Währung ist, haben alle die gleichen Chancen. Schön, oder?

Velo- und Autotransporte

Mit einem Carvelo können Sie bequem und spontan Transporte erledigen. Das Angebot funktioniert ähnlich wie Mobility Carsharing: Sie können das elektrische Lastenvelo oder „Carvelo“ zu einem günstigen Stundentarif mieten und an bestimmten Standorten abholen und zurückbringen. Mit den Carvelos können Sie bis zu 100 kg transportieren.

Fair unterwegs

Grün, fair und lokal: Wie halten Sie’s auf Reisen? Testen Sie sich!

Auf fairunterwegs.ch finden Sie ausserdem viele nützliche Tipps für Reisen, um nachhaltiger zu reisen – für Sie und die Menschen vor Ort.

Das Auto? Vor sechs Wochen das letzte Mal bewegt. Das Ballkleid? Nur einmal getragen. Der Rasenmäher? Staubt im Keller vor sich hin. Viele Menschen kaufen Dinge, die sie auch ausleihen oder tauschen könnten. Das geht nicht nur ins Geld, sondern nimmt auch mehr natürliche Ressourcen in Anspruch als nötig. Doch Abhilfe ist in Sicht – mit dem 5-R-Prinzip:

Refuse (Lehnen sie alles ab, was Sie nicht wirklich brauchen), reduce (Reduzieren Sie ihren Abfallverbrauch dort, wo er sich nicht ganz vermeiden lässt), reuse (wiederverwenden, schauen Sie dazu im Internet unter «upcycle»), recycle (recyclen) und rot (verrotten und kompostieren).

Folgende Bewegungen helfen Ihnen bei der Umsetzung:

 

Zero Waste

Verpassen Sie dem Müll eine Abfuhr! Es entstehen immer mehr Unverpackt-Shops und Initiativen zu einem abfallfreien Konsumverhalten und zu erneuerbaren Produktionsmethoden.

Tauschen statt kaufen

Der Online-Handel mit Occasionen ist längst Alltag. Weniger bekannt sind Tauschplattformen wie exsila.ch. Doch auch offline gilt, ob Kleidertausch-Parties, Bücherbox oder Spielzeugbörse: Tausch-Events sind voll im Trend. Organisieren Sie doch selbst einen Event – und beleben Sie alte Kontakte und knüpfen neue.

Meins ist auch deins

Sie brauchen eine Stichsäge, ein Schlauchboot oder einen Wok? Bevor Sie einkaufen gehen, schauen Sie doch mal an die Briefkästen Ihrer Nachbarn. Die Verleih-Aufkleber von pumpipumpe.ch erleichtern das Verleihen und Leihen im Viertel. Die Homepage gibt Übersicht über die Anbieter.

Werfen Sie noch weg oder «upcyceln» Sie schon?

Wandeln Sie Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe in neue Produkte um. Lassen Sie sich hier inspirieren, oder geben Sie z.B. «upcycle» und «Lampe» in ihrer Suchmaschine ein, und Sie erhalten kreative und einfache Ideen, um eine Lampe anzufertigen.

Wie fair und nachhaltig werden unsere Smartphones und Laptops produziert? Erhalten Sie hier Aufschluss. Brot für alle und Fastenopfer setzen sich ein für faire Arbeitsbedingungen in der IT-Industrie sowie für einen Rohstoffabbau, bei dem Menschenrechte und Umweltschutz respektiert werden.

Was macht Ihre Bank mit Ihrem Geld?

Viele von uns haben Geld auf der Bank oder sind einer Pensionskasse angeschlossen. Viele wissen aber nicht unbedingt, ob in deren Namen Menschenrechte verletzt werden oder massive Umweltschäden verursacht werden – auch, weil die Investitionen intransparent sind. Fragen Sie deshalb bei Ihrer Bank oder Pensionskasse nach!

Verfügt ihre Bank oder Pensionskasse über menschenrechtliche Kriterien bei der Auswahl Ihrer Finanzpartner? Hat sie Ausschlusskriterien, welche Investitionen in Land Grabbing oder andere ethisch bedenkliche Geschäftsbereiche vermeiden? Laden Sie unsere Briefvorlage herunter und informieren Sie sich direkt bei Ihrem Finanzinstitut darüber, was mit Ihrem Geld finanziert wird. Sie haben das Recht darauf. Sie können die Vorlage natürlich auch anpassen – das steht Ihnen frei. Wir haben zudem einen offenen Brief an den CEO der Credit Suisse, Tidjane Thiam, geschrieben. »

Briefvorlage an Ihr Finanzinsititut