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5.3.
Kamerun: Traditionelles Saatgut lässt Hoffnung wachsen
In Kamerun geraten immer mehr Kleinbäuerinnen und Kleinbauern unter Druck: Sie müssen zusehen, wie ihr traditionelles Saatgut verschwindet. Agrarkonzerne und die Regierung erlassen Gesetze, die seine Verwendung unter Strafe stellen und industriell hergestelltes, teures Normsaatgut vorschreiben. Das zerstört nicht nur die Vielfalt, sondern entzieht den Bäuerinnen und Bauern auch ihre Unabhängigkeit.
Ein Lichtblick: Die Saatgutmesse in Kamerun. Sie wird jährlich von der HEKS-Partnerorganisation RADD organisiert. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aus zehn Ländern West- und Zentralafrikas tauschen dort über 250 seltene und ursprüngliche Saatgutsorten untereinander aus.
Eine Bäuerin aus Kamerun zeigt stolz ihr eigenes Saatgut aus dem Garten.
Die Saatgutmesse ist zu einem bedeutenden Treffpunkt für zahlreiche Kamerunerinnen und Kameruner geworden. Ein Ort der Hoffnung, des Wissensaustauschs und der Selbstbestimmung.
Mit der Unterstützung von HEKS fördert RADD nicht nur den Zugang zu bäuerlichem Saatgut, sondern auch Wissen.
«Wir erben die Erde nicht nur von unseren Vorfahren, sondern leihen sie auch von unseren Kindern.»
Sprichwort in Kamerun
In Workshops und Studienreisen lernen Produzentinnen und Produzenten, wie sie hochwertige Sorten erhalten, verbessern und weitergeben können. Das Ziel: eine vielfältige, gerechte Landwirtschaft, in der die Kamerunerinnen und Kameruner ernten, was sie säen – und ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen.
Jetzt direkt spenden und Projekte von HEKS unterstützen
Doch die Zukunft ist bedroht: Saatgutgesetze, die den freien Austausch einschränken, gefährden die Vielfalt und das Recht auf Nahrung. Deshalb setzt sich HEKS gemeinsam mit RADD langfristig und wirkungsvoll für die Rechte von Bäuerinnen und Bauern in Kamerun ein. Helfen Sie mit?
Vielen Dank!