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19.3.
Niger: Wenn die Wüste grünt – erfolgreiche Ernten trotz Dürren
Niger zählt zu den trockensten Ländern der Welt. Nur ein schmaler Streifen im Süden ist landwirtschaftlich nutzbar. Doch selbst dort bleibt die Ernte oft aus. Unregelmässige Regenfälle, lange Dürreperioden und die Folgen des Klimawandels bringen Familien an ihre Grenzen. Besonders in den Regionen Maradi und Zinder, wo viele vom Ackerbau leben, bedeutet das: Hunger, Unsicherheit und Abhängigkeit.
HEKS ist seit der verheerenden Dürre in den 1970er-Jahren in Niger aktiv.
Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Sahel Bio unterstützt das Hilfswerk heute rund 2000 Haushalte in 100 Dörfern beim klimaresilienten Anbau der wichtigsten Grundnahrungsmittel: Hirse und Bohnen.
Das Ziel: nachhaltige Landwirtschaft ohne künstliche Dünger oder Pestizide – stattdessen mit agrarökologischen Methoden, lokal angepasstem Saatgut und wertvollem Wissenstransfer.
«Mit den neuen Anbautechniken, die wir erlernt haben, konnten wir den Ernteertrag steigern.»
Mohamed Souleyman, 58, Kleinbauer
In sogenannten Streifen-Anbauflächen testen Bauernfamilien neue Hirseund Bohnensorten direkt auf ihrem Feld, begleitet von Fachpersonen.
Dabei beobachten sie Wachstum, Reifung und Ertrag. Parallel dazu lernen sie, wie Wasser effizient genutzt und natürliche Düngemittel selbst hergestellt werden können.
Auch das nationale Forschungsinstitut INRAN bringt seine Expertise ein. Mit Erfolg: Die gesteigerten Ernteerträge geben nicht nur Sicherheit für die hungerreichen Monate, sondern auch die Möglichkeit, Überschüsse zu lagern und auf dem Markt zu verkaufen.
Für mehr Selbstbestimmung. Und für ein spriessendes Leben auch nach der nächsten Dürre.
Jetzt direkt spenden und Projekte von HEKS unterstützen
Viele Familien konnten ihre Hirse- und Bohnenernten in den letzten Jahren mehr als verdoppeln, manche gar verdreifachen. Helfen Sie mit, diese Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.
Vielen Dank!